Feliz año Nuevo

Valladolid.

Von Cancun aus sind wir ca. drei Stunden mit dem völlig überfüllten Reisebus nach Valladolid gefahren.

Valladolid ist eine Kleinstadt im Osten von Mexiko. Gehört auch anders wie Cancun zum Bundesstaat Yucatan. Von hier kann man leicht einige Ruinenstätte der Maya-Kultur besuchen und die Stadt ist Ausgangspunkt für zahlreiche Cenoten. Da wir bisher noch keine gesehen haben, freuen wir uns darauf besonders. Eine Cenote ist ein Kalksteinloch das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist. Zudem EISKALT, aber eine super Erfrischung wenn man den ganzen Tag unterwegs ist.

Wir wohnen in einem sehr schönes Hostel. Oder eher in einer kleinen aber feinen Villa mit dem Namen „Ugly Hostel“ Ugly ist es dabei nun wirklich nicht. Im Gegenteil. Wir schlafen in einem Vierbettzimmer, wobei wir das nur eine Nacht mit einem Amerikaner teilen mussten. Somit hatten wir quasi das Zimmer für uns alleine für den halben Preis des Doppelzimmers. Jackpot 🙂 Die Dorms waren echt schön gemacht, und durch kleine Vorhänge an den Betten, hat man sogar etwas Privatsphäre. Es gab sogar einen Pool und einen großen Garten. Die meiste Zeit haben wir also im Garten gechillt und in der Sonne gelegen. Wir haben ja Zeit 🙂

hostel ugly

Natürlich haben wir die Stadt auch erkundet. Wie in jeder Stadt gibt es auch hier einen Zentralen Platz. Den nennt man in Mexiko Zócalo. Bisher sind sie eigentlich immer Ausgangspunkt für alle Aktivitäten rundherum. Am Zócalo befindet sich meist auch die zentrale Kirche und irgendwelche historischen Gebäude. Außerdem finden wir sie immer sehr schön anzusehen und genießen das bunte treiben der Einheimischen, die sich hier scheinbar immer tummeln. Von hier aus kann man ganz bequem zu Fuß die Cenote Zaci besichtigen. Schon verrückt so ein Loch mitten in der Stadt.

Wir haben uns riesig gefreut, bezahlten die 30 Pesos Eintritt und dann ging es los .

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WOW – sowas haben wir tatsächlich vorher auch noch nicht gesehen!!Obwohl wir wissen, dass diese Cenote eher zu den unspektakulären gehört, hat sie uns trotzdem beeindruckt. Wahrscheinlich weil es halt die erste war. Natürlich sind wir auch direkt reingehüpft. Glücklicherweise waren anfangs auch noch garnicht so viele Leute dort. Für eine Cenote die vom Zentrum gerade einmal in 10 Minuten zu erreichen ist, Top. Klare Empfehlung von uns.

Eine Ruine musste definitiv auch noch besichtigt werden. Ein bisschen Kultur gehört ja schließlich auch dazu. Normalerweise besucht man von Valladolid aus die Weltbekannte Ruinenstätte „Chichén Itzá“. Für uns stand aber eigentlich schon in Playa del Carmen fest, dass wir dort nicht hin wollen.

ek balam2

Jeder, und ich meine wirklich JEDER Touranbieter der in dort so zu finden war, wollte uns einen Tagesausflug nach Chichén Itzá andrehen. Also war klar, dort ist es voll !! Also haben wir uns für die Ruinenstätte „Ek Balam“ entschieden. Für uns war es auch im Nachhinein die bessere Entscheidung. Anders wie bei Chichén Itzá konnte man die Ruinen hier sogar betreten und besteigen und der Aufstieg hat sich echt gelohnt. Man wird belohnt mit einer grandiosen Aussicht und wenn man früh genug da ist, tummeln sich auch nicht 30 Menschen auf der Plattform.

ek balam

Praktischerweise liegt direkt neben dem Gelände der Ruinen noch eine Cenote, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Allerdings muss man nochmal eine Strecke von ca. 1,6km zurück legen. Man hat drei Möglichkeiten. Entweder man leiht sich ein Fahrrad für zusätzliche 100 Pesos , man lässt sich mit einer Rikscha kutschieren für weitere 150 Pesos, oder man läuft einfach so wie wir es gemacht haben. Angekommen hat es zu unserem Glück angefangen zu regnen, sodass wir quasi die Cenote fast für uns alleine hatten. Nass wird man doch sowieso ? 🙂

cenoote ek balam2

Der Eintritt für Ek Balam und die Cenote lag bei ca. 23 Euro. Etwas teurer, aber es lohnt sich. In der Calle 43 könnt ihr euch einfach ein Collectivo nehmen für 50 Pesos Pro Person. Allerdings zahlt man pro Sitz. Also am besten dem Fahrer einfach sagen, dass man wartet bis das Auto voll ist. “ Tengo Tiempo“ ist das Zauberwort 🙂 Am Collectivo Stand gibt es auch einen kleinen Wartebereich mit Sitzbänken im Schatten. Wir haben nur ungefähr 15 Minuten gewartet, bis wir zwei weitere Mitfahrer gefunden haben. Zurück hatten wir direkt Glück und konnten uns das Collectivo direkt mit einem älteren Pärchen aus den USA teilen.

Den Silvesterabend haben wir im Hostel verbracht.

silvesterEigentlich hatten wir überlegt zum Zócalo zu gehen, aber irgendwie hat uns wir beiden der Gedanke gemütlich im Hostel zu bleiben besser gefallen. Zusammen mit einem Pärchen aus Düsseldorf haben wir also gemütlich bei Bierchen und Gin im Garten gesessen:-) Sowieso viel günstiger. Um Mitternacht sind wir dann einfach mal auf die Straße gegangen und hatten Glück. Neben unserem Hostel befindet sich eine kleine Autowerkstatt, die nun für Silvester genutzt wurde um mit der gesamten Familie zu feiern. um Mitternacht gab es allerdings kein gewöhnliches Feuerwerk, wie wir es kennen. Es wurde eine riesige Stoffpuppe mit Böllern gefüllt und angezündet. In der Region rund um Valladolid ist das scheinbar der Brauch.

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Die Puppe soll das alte Jahr repräsentieren. Geböllert wird hier scheinbar eh immer und überall. Anschließend haben wir uns alle noch Feliz año gewünscht und bekamen sogar noch zwei riesige Teller rausgebracht. Diese Gastfreundschaft in Mexiko verblüfft uns immer wieder. Hat man doch vorher nur von Kriminalität und Unsicherheit gehört.

Wir sind also super ins neue Jahr 2019 gestartet. Wir hoffen, dass sich alles so entwickelt wie wir es uns wünschen, das wir viele neue Länder bereisen, tolle Leute kennenlernen, Spanisch lernen und mit einem Schatz voller toller Erinnerung wieder gesund nachhause kommen.

Euch allen ein schönes neues Jahr 2019.

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