San Cristóbal de las Casa – ein magischer Ort

Nach einer abenteuerlichen Fahrt sind wir Abends in San Cristóbal de las Casas angekommen.

Wir waren ganz schön platt und haben uns vom Taxifahrer noch ziemlich übers Ohr hauen lassen. War dann aber auch nur noch nebensächlich, wir waren einfach froh im Bett zu liegen. Das Hostel war ganz schön und vor allem sehr zentral.

San Cristóbal de las Casa liegt ebenfalls in Chiapas und wurde als Pueblo Mágico, also als „magischer Ort“ ausgezeichnet. Wie wir finden, völlig zurecht. Die Stadt liegt inmitten von Bergen auf rund 2100m Höhe. Somit braucht man hier auch gut und gerne mal eine Jacke und eine lange Hose. Überall gibt es kleine Gassen in der sich viele Häuser in unterschiedlichen bunten Farben aneinander reihen. Außerdem findet man auch hier viele kleine Cafés und Restaurants, sowie Straßenstrände und Souvenirläden.

Die bunten Gassen der Stadt

Wir sind einfach ohne Plan losgelaufen und haben uns die Stadt angeschaut. Auf der Suche nach einem Frühstück sind wir auf den besten Kaffee unserer bisherigen Reise gestoßen.

Leider wissen wir nicht wie dieser Mix aus winzigem Restaurant und Café hieß. Aber wenn ihr vor der Treppe der Kirche Guadelupe steht, ist es auf der Linken Seite das letzte Haus. Drinnen fand gerade eine Quinceañera, ein 15. Geburtstag statt. Dieser Tag ist für mexikanische Mädchen etwas ganz besonderes, da er hierzulande den Übergang zur Frau darstellt. Aufgrund der Feier, war drinnen kein Platz mehr frei, was dem Besitzer sichtlich unangenehm war. Wir haben ihm zwar deutlich zu verstehen gegeben, dass es überhaupt kein Problem sei, aber er hat drauf bestanden das wir bleiben. Und so hat er prompt vor der Türe zwei Plastikstühle und einen kleinen Holztisch aufgebaut und uns den besagten Kaffee sowie Quesedillas für Daniel und eine Torta für mich serviert. Die waren übrigens auch Top. Lange hat es nicht gedauert, bis wir dazu aufgefordert wurden reinzukommen. Und somit haben wir noch ein bisschen mit gefeiert und gratuliert.

Es lohnt sich übrigens die Treppen zu der Kirche Guadelupe hochzulaufen. Die Aussicht auf die Stadt ist wirklich schön:-)

Aussicht von der Kirche Guadelupe

Im Westen des Zentrums gibt es aber noch eine weitere Kirche. Die Iglesia de San Cristóbal liegt noch etwas Höher und die Aussicht auf die Stadt ist grandios. Die ganzen bunten Gassen und die Berge drumherum. Wirklich traumhaft.

Die Aussicht von der Iglesia de San Cristóbal
Der Aufstieg ist abwechslungsreich. Es gibt viel Streetart sowie einige Hunde und Katzen

Wenn ihr in San Cristóbal seid, dann ist eine Tour durch den Cañon de Sumidero auf jedenfalls eine Empfehlung!! Für gerade mal 250 Pesos pro Person kann man den Ausflug buchen, inklusive Anfahrt und dreistündiger Bootsfahrt durch den Canyon. Um 09.00 Uhr morgens ging es los. Abfahrt war am Zócalo. Weil es nur ungefähr 11 Grad kalt war, hatten wir lange Hosen und Pullover an. Kleiner Tipp, die Fahrt dauert ca. 45 Minuten und geht bergab. Demnach sind kurze Hose und T-Shirt hier angebracht. Die Fahrt durch den Canyon war beeindruckend. Die Felswände sind teilweise bis zu 1000m hoch.

Cañon de Sumidero

Wir haben sogar nach ein paar Minuten das erste Krokodil gesehen.
Das Boot war meiner Meinung nach etwas zu nah an dem Tier dran, aber was tun die nicht alles dafür, dass die Touristen ihre Fotos bekommen.Neben vier weiteren Krokos haben wir auch noch ein paar süße Affen und eine Reihe verschiedener Vogelarten gesehen.

Kroko 🙂
Die Affen hatte so ein buschiges Fell 🙂

Guten Appetit 🙂

Der Ausflug wäre wirklich toll gewesen, hätte nicht diese Masse an Plastikmüll am Ufer des gesamten Flusses diese Idylle getrübt. Das war wirklich erschreckend. Das Krokodil haben wir zuerst vor lauter Plastikflaschen nicht gesehen. Unfassbar was die Menschen mit der Natur anrichten. Ob der Müll nun angeschwemmt wird oder direkt dort hinterlassen wird, spielt dabei nun wirklich keine Rolle. Fakt ist, der Müll landet früher oder später hier bzw. im Meer. Gerade in einem Land wie diesem, fällt das Problem besonders auf. Eine geregelte Müllentsorgung scheint es hier nicht zu geben.

Na, wer findet das Krokodil ?
Die traurige Wahrheit.
Unglaublich wieviel Flaschen hier rumliegen. Mitten in der Natur.

Im Anschluss wurden wir noch für eine weitere Stunde in einem Dorf abgesetzt, von dem ich den Namen schon nicht mehr weiß. Warum wir hier sind und was zur Hölle wir hier machen sollen haben wir nicht verstanden. Bis auf hunderte kleiner Verkaufsstände gab es hier nichts, was auch nur ansatzweise schön war. Naja, wir haben ja Zeit und eine Stunde lässt sich schnell rumkriegen.

Der 6. Januar ist in Mexiko ein hoher Feiertag. Am Dia de los Reyes Magos, dem Dreikönigstag, bekommen die Kinder je nach Brauch ihre Weihnachtsgeschenke. Wie die Mexikaner so sind, wird natürlich groß gefeiert:) Den Ganzen Tag über sieht und hört man Raketen in die Luft gehen und es gab sogar eine Art Umzug, bei denen jeder der drei Könige einen eigenen Wagen hatte und Kamelle an die Kinder verteilte.

Als Fazit würde ich sagen, San Cristóbal de las Casa ist eine wirklich schöne, gemütliche und charmante Stadt. Wir haben die Menschen hier als sehr glücklich und freundlich empfunden und haben die Zeit hier sehr genossen. Wir haben sogar noch um eine Nacht hier verlängert 🙂


Im El Calderon kann man wirklich super lecker essen 🙂
Nochmal die Aussicht von der Iglesia de San Cristóbal
Die Regeln in unserem Hostel finden wir gut 🙂
Frisches Obst 🙂

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