Sonnenaufgang in Tikal

Um 2:50 Uhr in der Nacht werdet ihr abgeholt sagte der Tourguide, als wie die Sunrise Tour Tikal buchten. Puh ganz schön früh dachten wir. Das wir den Abend davor erst um 0Uhr ins Bett sind, waren wir wohl selber Schuld🤦‍

Übrigens haben so früh die Kassen des Nationalparks noch nicht geöffnet. Also mussten wir am Vorabend noch kurz in die staatliche Bank um unseren Eintritt zu bezahlen. Das ist hier irgendwie nochmal ne andere Nummer als in Mexiko. Vor der Tür der Bank steht ein Militärpolizist mit einem Maschinengewehr in der Hand. Er sah auch aus als wenn er nicht lange überlegen würde diese einzusetzen. Aber er hat uns dann doch sehr höflich aber bestimmt in die Schleuse der Bank eintreten lassen. Ticket gekauft, alles super.

Um 2Uhr klingelte der Wecker. So schlau wir wir manchmal sind und um Mord und Totschlag zu vermeiden, haben wir unsere Sachen am Vorabend alle vorbereitet, damit wir nur noch unsere Zähne putzen mussten und los konnten.

Manchmal überlebenswichtig!!
Kennt ihr Sarah??
Kennt ihr Frauen die manchmal „nichts“ zum anziehen haben??
Ganz böse Kombination🤷‍
Vorallem morgens um zwei.

Jedenfalls waren wir früh genug fertig und sind schonmal runter um noch einen Kaffee zu trinken. Gerade die Tasse angesetzt klingelt es auch schon an der Tür und der Fahrer war da.
Um 2:45Uhr Sind wir wieder in Deutschland??  Viel zu pünktlich🤣
Als wir dann raus sind stand dort aber kein Bus, nee wir sind dann erstmal zu Fuß die Hotels abgeklappert und haben noch ein paar andere Frühaufsteher abgeholt und sind dann zu einem Sammelplatz wo der Bus auf uns wartete. Ca. eine Stunde dauert die Fahrt nach Tikal…

Tikal liegt tief im Dschungel und ist sehr weit von der nächsten Stadt entfernt. So sah es auch aus wenn man aus dem Fenster schaute…Einfach nur Schwarz.
Nach dem Aussteigen wurden kurz unsere Tickets kontrolliert, dann bewaffneten wir uns mit Taschenlampen. Man hat wirklich die eigene Hand vor Augen nicht gesehen und unser Guide gab uns eine kurze Einweisung. Die Einweisung beschränkte sich darauf das er sagte:

Good morning my friends. We have here in the jungle spiders, snakes and skorpions, take care and good luck…

Dann lief er los.

Ca.45 Minuten ging es mitten durch den Dschungel. Wir dachten wenn hier nicht das Risiko hoch ist von einer Giftschlange gebissen zu werden, wo dann.
Plötzlich blieb der Guide stehen und bat uns alle Lichter auszuschalten. Er schaute in den Himmel und alle nur…Wow…Es war wirklich wow. Wir haben noch nie so viele Sterne gesehen. Man konnte sogar die Milchstraße erkennen…Unglaublich.
Dann schaltete er seine Taschenlampe ein und alle schreckten zurück. Wir standen direkt vor einem riesigen Mayatempel. So noch zehn Minuten meint er und weiter ging’s.
Nach wirklich nur zehn Minuten sind wir an Tempel IV angekommen. Es ist der höchste Tempel in Tikal 72 Meter hoch. Der Guide bat uns ganz leise zu sein wenn wir oben ankommen, um das kommende Spektakel zu genießen. Wir krakselten über Holzstufen nach oben. Es wurde immer steiler und man denkt man kommt niemals an. Wenn man oben ankommt ist es gar nicht so einfach leise zu sein. Man schnauft nämlich ganz schön.

Wir haben uns einen schönen Platz gesucht und starrten in die absolute Finsternis. Nach einer Weile ging das unglaubliche Naturschauspiel los.

Die Sonne über dem Dschungel geht langsam auf:)

Es fing an hell zu werden. Immer heller und heller. Man sieht wie die Nebelschwaden in den Dschungel fallen und mit einer Wahnsinns Geschwindigkeit wieder raus ziehen.


Dann riss zu unserem Glück der Himmel auf und man hatte eine super Sicht.

Ein atemberaubender Sonnenaufgang über Tikal

Jetzt konnte man erkennen das man über dem Dschungel sitzt. Im Dschungel hat es übrigens angefangen zu regnen. Bei uns auf 72 Metern war bestes Wetter, nur etwas kalt.
Auf einmal kam die Sonne am Horizont hervor. Es sah wirklich gigantisch aus. Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachte auch ganz plötzlich der Dschungel.

Verschiedene Vögel flogen wild umher und machten totalen Lärm. Allerdings war das nichts gegen die Brüllaffen, die plötzlich Geräusche von sich geben wie irgendein Raubtier, welches einen fressen will.

Dann hieß es Abstieg um uns wieder mit dem Guide zu treffen. Er war nicht mit oben. Wahrscheinlich war er einfach zu faul für den Aufstieg und außerdem hat er dieses Spektakel schon hunderte Male gesehen. Allerdings sagte er uns, dass wir großes Glück hatten, da das Wetter im Dschungel unberechenbar ist und es nicht sehr oft ist so eine Sicht zu haben. Tatsächlich ergaben unsere späteren Recherchen das man oft auf eine Nebelwand guckt💪

Wir haben uns noch einige andere Tempel angesehen und bestiegen und ein paar nette Fotos geschossen. Fast interessanter fanden wir an diesem morgen aber die Tierwelt welche man beobachten konnte.

 

Ohne Ende Tucane, dass sind die Vögel auf der Haribo Packung, glaube die Sorte heißt Tropi Fruti oder so😆
Eulen, Nasenbären und Brüllaffen.

 

Kletteraffen…

 

…und Brüllaffen:)

 

Ein Truthahn

Als wir so langsam Richtung Gran Plaza sind, dass ist der Platz zwischen Tempel I und Tempel II, sahen wir das dort echte Mayas versammelt waren und eine Zeremonie abhielten. Sieht man nicht alle Tage.

Auch die Mayas gehen mit der Zeit 🙂

 

 

 

Der Tempel I ist übrigens das Wahrzeichen von Guatemala. Auch sofort zu sehen wenn man bei Google nach Guatemala sucht.

 

 

Langsam macht sich die Müdigkeit bemerkbar und haben nichts dagegen, dass eine Stunde später der erste Schuttle in Richtung Zivilisation fährt. Den wollten wir nehmen und machten uns langsam auf den Weg in Richtung Bus.

Ach übrigens heißt Tikal übersetzt „Place of Sounds“ wir wissen jetzt warum und freuen uns über dieses einmalige Erlebnis. Als wir dann wieder in Hotel waren haben wir erstmal ein bischen geschlafen und mussten Abends auch schon wieder unsere Backpacks packen…Die Reise geht weiter✌🏽

Bis dahin…Saludos

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