Die ersten Tage in Costa Rica

Was für eine Haltestelle dachten wir uns. Wir standen nämlich quasi mitten auf der Autobahn, auf dem staubigen Seitenstreifen, mitten im Costa Ricanischen Berufsverkehr.
Der Bus kommt gegen sieben, sagte uns eine nette Einheimische. Allerdings haben wir gelesen, dass der Bus erst gar nicht anhält falls er schon voll ist. Der Bus hat gehalten und Platz war auch noch genug.

Was hier in Costa Rica wirklich verblüffend ist, ist das es in dem relativ teuren Land verdammt billig ist Bus zu fahren. Die erste Strecke ging für uns in den Nebelwald von Monteverde in den Ort Santa Elena. 4 Stunden fährt der Bus und es kostet gerade einmal 8,75€…Für uns beide! Klingt nur erstmal schockierend wenn der Busfahrer knapp 6000 Colones für zwei Personen verlangt. 1€ sind ca. 675Colones. Die Währung ist übrigens wie schon kurz im vorherigen Antigua Post erwähnt, die schönste welche wir je gesehen haben. Bunte Scheine mit verschiedenen Tieren bedruckt.

Auf einem ist ein Faultier. Davon gibt es in Costa Rica verdammt viele. Geile Tiere. Bewegen sich in Zeitlupe, sind völlig entspannt und kommen nur ca.alle sieben Tage von ihrem Baum, um ihre Notdurft zu verrichten. Ich wurde mal gefragt welches Tier ich sein wollen würde, wenn ich denn eines wär. Ich dachte immer ein Adler ist ganz cool. Seit letzter Woche würde ich Faultier antworten. Leider haben wir im Nationalpark von Santa Elena bei unserem ersten Stop kein Faultier gesehen. Dafür aber eine Vogelspinne. So groß wie meine Hand. Nicht eingesperrt in einem Terrarium…Nein…Einfach so neben dem Weg mitten im Nationalpark.

Das war auch das einzige beeindruckende Tier in diesem Nationalpark. Wir haben aber vorher schon gelesen, dass man in diesem Park ohne einen Guide wahrscheinlich keine Tiere sieht. Da war die Vogelspinne doch schon nicht schlecht. Es war ja auch erst der erste Nationalpark in diesem Land. Es kommen noch ein paar und bestimmt weitere Tiere. Nach zwei Nächten sind wir weiter gefahren. Zwei Tage hier in den Bergen reichen dann doch und außerdem hätten wir Lust auf Wasser. Davon gibt es hier genug. Man hat schließlich die Wahl zwischen Pazifikküste und dem Karibischen Meer.

Wir haben uns für den Pazifik entschieden. Dort waren wir dann nämlich zum ersten mal. Mit dem Bus sind wir morgens um sechs losgefahren. Die Fahrt dauerte ca. 6 Stunden mit einem Umstieg. Kostete auch wieder unfassbar günstige 9,50€…Ja…Für beide.


Wir sind in Jacó angekommen. Ein kleiner Ort an der Pazifikküste. Der Ort ist bekannt für Party und Prostitution. Das war uns eigentlich egal, weil wir mal zwei Tage etwas weniger Geld ausgeben wollten und am Strand bzw. am Pool im Hostel chillen wollten. Dies machen wir übrigens zwischendurch, wenn wir über unser Budget gelebt haben.

Wir suchen uns dann ein schönes Hostel oder Hotel und relaxen dort etwas um auch einfach mal zu entspannen und wie gesagt um Geld zu sparen. Voraussetzungen dafür sind Hängematten, Pool, Chillecken, oder am besten gleich alles davon. In dem Hostel in Jacó hatten wir wieder einen richtigen Glücksgriff. Es hatte einen Pool, genügend Stellen zum chillen mit Schaukeln und Schaukelstühlen und das beste war, es war fast nichts los und wir mussten uns unser 10-Bett Dorm nur mit einem Pärchen aus Holland teilen. So haben wir es gern.

Übrigens zum Thema Mehrbettzimmer. Dort fragen dann doch manche nach wie es denn so ist mit der Privatsphäre und Sicherheit wegen Gepäck usw. Also erstmal vorab, wenn es möglich ist buchen wir uns natürlich ein Doppelzimmer, da es natürlich am komfortabelsten ist. Es gibt nämlich auch Länder wie z.B. Guatemala, dort sind Doppelzimmer günstiger als zwei Betten in einem Dorm. In Ländern wie Costa Rica werden wir wahrscheinlich in Dorms schlafen weil es sehr viel günstiger ist. Zur Sicherheit wegen Gepäck: In allen Dorms in denen wir bisher geschlafen haben gab es Locker. Dort kann man seine Wertsachen wie z.B. seinen Reisepass einschließen. Der ist natürlich das wichtigste was man hat auf seiner Reise. Meistens schließen wir dann auch noch ein paar andere Sachen weg wie meine Drohne Heinmück, unsere Kamera und unseren Laptop. Allerdings finden wir das auf so einer Reise auch ein bischen vertrauen schenken dazu gehört und man muss halt immer schauen wer noch so mit in dem Zimmer ist.

Zum Thema Privatsphäre: Viele Hostels tun sehr viel für die Privatsphäre ihrer Gäste und montieren Vorhänge, Rollos und Holzplatten an bzw. zwischen die Betten. So sieht man quasi keinen anderen und man merkt gar nicht das noch wer anderes im Zimmer ist. Diese Variante bevorzugen wir. Haben aber auch kein Problem damit wenn einfach nur normale Hochbetten im Zimmer stehen. Diese Hostels gibt es natürlich auch. Hostels sind natürlich auch super um neue Kontakte zu knüpfen und mal mit anderen Leuten aus der ganzen Welt ins Gespräch zu kommen. Die Leute die uns kennen, wissen das wir nicht auf den Mund gefallen sind und können sich vorstellen das wir meistens wen um uns herum haben.

Jetzt bin ich aber vom eigentlichen Thema abgekommen. Ich war beim Thema, ein paar Tage Geld sparen stehen geblieben. Dies wollen wir nämlich tun, weil wir unseren zweiten Besuch bekommen. Wir sind aktuell auf dem weg in die Hauptstadt San José.

Morgen Abend landen Nina und Lior aus Idar-Oberstein. Die beiden haben wir 2016 auf unserer ersten Fernreise in Thailand kennengelernt. Wir werden die nächsten 3 Wochen zusammen reisen.

Dazu dann in den nächsten Tagen mehr.
Saludos aus Costa Rica

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