Vulkan & Karibik in Costa Rica

Am Samstag nach dem Frühstück sind wir in die Innenstadt von San José. Ich wollte mir nämlich einen neuen Pullover kaufen, da ich meinen geliebten grauen Fliespullover im Bus liegen lassen habe. Darin habe ich Übung. In der zweiten Woche unserer Reise, habe ich unsere komplette Unterwäsche im Bus liegen lassen. Allerdings war diese getragen. Vielleicht hat sich ja jemand gefreut. Naja, jedenfalls wurde ich nicht fündig. Entweder es hat mir nicht gefallen, oder es war viel zu teuer. Die Stadt ansich hat uns nicht so gut gefallen. Wir vermissen noch immer das „Pura Vida“ Lebensgefühl und vor allem die Freundlichkeit der Menschen. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir diese an der Karibikküste erleben. Abends sind wir dann zum Flughafen gefahren um unseren Besuch abzuholen. Ist schon ein komisches Gefühl, wenn man jemanden am Flughafen abholt…Im Ausland.

Unser erster Halt nach San Jose war Cartago!! Der Ort liegt nur ein paar Kilometer entfernt und ist Ausgangspunkt für den höchsten Vulkan Costa Ricas, der Irazu. Dieses mal sind wir allerdings nicht hoch gelaufen, sondern haben uns mit dem Bus hoch fahren lassen. Der Bus fährt von San Jose direkt zum Vulkan und kostet ca.4 US Dollar. Der Eintritt war mit 15 US Dollar pro Person ziemlich hoch für das was man geboten bekommt.

Im Krater befindet sich ein Säuresee, der den Vulkan Irazu zu den gefährlichsten Vulkanen des Landes macht. Im Falle eines Ausbruchs würden mehrere Millionen Tonnen Gestein in den See abrutschen und dieser im schlimmsten Falle ausfließen.

Bei gutem Wetter kann man von hier aus wohl sowohl die Karibik –  als auch die Pazifikküste sehen. Wir hatten Glück, dass wir gerade noch einen schönen Blick auf den Krater und den See erhaschen konnten, bevor sich eine riesige Nebenwand aufbaute.

In Cartago haben wir uns für die Nacht eine kleine, sehr abgelegene Holzhütte gemietet. Ohne Internet, mitten in der Natur und mit vielen Tieren drumherum.

Wieder zurück in San Jose ging es aber endlich wieder Richtung Karibikküste. Mit dem Bus ging es für uns in den kleinen Ort Cahuita. Auch hier haben wir eine schöne Hütte über Airbnb gefunden, die Anna und Benno gehört. Benno erzählte uns, dass er vor 38 Jahren nach Costa Rica kam und die Hütten selbst gebaut hat. Jeden Tag gab es frisch gepflückte Bananen aus dem Garten und eine Menge Tiere die uns besuchten.

Cahuita ist ein sehr verschlafenes Dorf und der einzige Grund warum es hier überhaupt Touristen her verschlägt, ist wahrscheinlich der riesige Nationalpark der direkt an den Ort grenzt. Da der Nationalpark keinen Cent eintritt kostet, sondern nur um eine kleine Spende gebeten wird, sind wir natürlich nicht nur einmal hier gewesen. Bei unserem ersten Besuch versuchten wir auf eigene Faust Tiere zu finden und haben auch einiges gesehen. Neben Affen, Spinnen, Eichhörnchen, Echsen und Waschbären suchten wir allerdings vier Stunden vergebens das Faultier.

Der Nationalpark verläuft direkt entlang der Karibikküste, sodass man sich zwischendurch immer wieder abkühlen oder eine Pause am wunderschönen Strand einlegen kann. Wir wurden sogar hier noch von einem Waschbären überrascht, der wohl die Ananas im Rucksack haben wollte 🙂

Nach dem missglückten Versuch ein Faultier zu finden, wurden wir am Abend doch noch belohnt. Auf dem Weg zum Abendessen, hing doch tatsächlich ein riesiges Faultier an der Stromleitung und hangelte sich den Weg entlang. Da hatten wir ganz schön viel Glück, denn ein Faultier in Bewegung zu sehen kommt eher selten vor. Übrigens kommt ein Faultier nur vom Baum herunter, wenn es mal muss. Das kommt allerdings höchstens einmal die Woche vor.

Bei unserem zweiten Besuch im Nationalpark haben wir uns vor Ort für eine Stunde einen Guide gebucht, der uns für vier Leute 40 US Dollar gekostet hat. Schon nach kurzer Zeit hat sich das Geld bereits gelohnt.

Wir haben ca, acht Faultiere und sogar ein Babyfaultier gesehen, eine Schlange, Affen und verschiedene Vögel. Es lohnt sich hier also auf jeden Fall das gesparte Geld für den Eintritt in einen Guide zu investieren.

Nach drei Nächten ging es dann weiter nach Puerto Viejo.
Der Ort ist nicht weit entfernt und man fährt ein kurzes Stück mit dem Bus. Dort war es etwas größer und auch etwas lauter. Wir haben ein nettes Hostel erwischt mit Küche im Sand, Hängematten und zwei Faultieren im Garten, natürlich im Baum.

Es ist kaum zu glauben, aber hier gibt es tatsächlich nette Menschen. Unsere Geduld hat sich ausgezahlt. Wir wollten die Gegend mit dem Fahrrad erkunden, welche man sich für kleines Geld im Hostel mieten konnte. Sarah’s Fahrrad mussten wir bereits nach ca. einem Kilometer tauschen, weil ihr Reifen während der Fahrt geplatzt ist.Etwas Pech gehört halt auch dazu. Wir sind ein ganz gutes Stück gefahren. Bis zum Playa Uva, ein ganz netter Strand zum schwimmen.

Auf dem Rückweg haben wir auf halber Strecke gehalten. Auf dem Hinweg haben wir nämlich einen Straßengrill entdeckt, den wir probieren wollten. Ganz Karibik-Typisch gab es hier Jerk Chicken. Das haben wir schon auf der Insel Caye Caulker in Belize gegessen. Eine Hähnchenkeule mit Jerksoße, Reis mit ein bisschen Gemüse und Salat, lecker!

Sonst haben wir auch hier nicht sooo viel unternommen. Die Hitze schlaucht aber auch. So langsam machten wir uns bereit für den Grenzübergang nach Panama und die nächsten Orte mit Unterkünften.

Als erstes geht es auf eine Insel…Jaaa endlich mal wieder eine Insel.

Davon dann bald mehr.
Saludos

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