Panama City

Auf der Fahrt nach Panama City mussten wir tatsächlich nur einmal umsteigen. Morgens um sieben Uhr stiegen wir in den Linienbus von Playa Venao in Richtung Las Tablas. Dort angekommen wartete schon der Bus nach Panama City. Lief wieder wie am Schnürchen. Insgesamt dauerte die Reise ca. 6 Stunden, bis wir hinter einer Kurve eine Brücke sahen welche über den berühmten Panama Kanal führte. Da waren wir also in Panama City.

 

Aus dem Bus ausgestiegen ging es in einem Uber direkt zu unserem Hostel. In das wie ich finde eines der schönsten Hostels unserer bisherigen Reise. Zum einen wegen seiner perfekten Lage direkt am Wasser mit Blick auf die Skyline und zum anderen gibt es hier Bier für einen US$ und in der Happy Hour sogar nur für 50 Cent. Besser geht’s nicht.

Aussicht aus dem Hostel auf die Skyline von Panama City

Nachdem wir angekommen sind erkundeten wir erstmal wie meistens die Altstadt zu Fuß. Am nächsten Morgen sind wir natürlich gleich zum berühmten Kanal gefahren. Zu den Miraflores Schleusen. Hier gibt es Besucherterassen und ein Museum. Kostet leider auch 20 US$ Eintritt p.P. Uns war es das Wert. Zwar haben wir vorher viele Berichte gelesen, der Kanal sei langweilig und sein Geld nicht Wert, ich muss sagen, dass ich total begeistert war. Wir haben hier ganze vier Stunden verbracht. Zwei Schiffe und sogar ein kleines Kreuzfahrtschiff konnten wir durch die Schleusen fahren sehen. Wirklich spannend und doch toll mal da gewesen zu sein.

 

Auf dem Rückweg sind wir noch zu einem Aussichtspunkt gefahren, da er quasi auf dem Weg liegt. Der Cerro Ancon bietet eine tolle Sicht auf die Stadt. Auch wenn es anstrengend war in der Mittagssonne hier hoch zu laufen. In der Mittagssonne irgendwelche Höhenmeter bezwingen?? Ja, wir suchen uns bekanntlich immer die besten Zeiten aus. Achso hier in Panama City ist es übrigens sehr warm und immer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Fast schon Südostasien Feeling. Heiß, schwitzig und anstrengend. Naja, Hauptsache der Aufstieg lohnt sich.

Aussicht vom Cerro Ancon
Essenstechnisch hat uns Panama leider wie auch schon Costa Rica überhaupt nicht überzeugen können. Viel Essen mit amerikanischen Einfluss, für Touristen ausgelegt und sehr teuer. Da macht sogar mir das essen keinen Spaß. So waren wir Abends mal wieder einen Burger essen. Den letzten Tag erkundeten wir noch die Stadt.

Die Historische Altstadt und Umgebung ist wirklich schön. Die Parkanlagen sind extrem sauber und die Promenade wird mit unzähligen Fahnen geschmückt. Blickt man allerdings hinter die „Mauern“ dieses Viertels, sieht man Dinge die einem bei einem Land wie Panama nicht direkt im Kopf rumschwirren. Unfassbare Armut, Dreck und Müll, Gewalt und Kirminalität liegt hier an der Tagesordnung. Die Grenze zwischen der „reichen“ Altstadt und dem Businessviertel mit seinen riesigen Wolkenkratzern und den vielen „armen“ Gegenden ist hier unübersehbar.

Nach drei Tagen in Panama Stadt ging für uns die Reise weiter. Auch für unsere Freunde aus Deutschland waren drei Wochen Urlaub vorbei und somit waren wir ab heute wieder alleine unterwegs. Also Backpacks packen und schnell noch ein ein „Fake“ Weiterreiseticket buchen. Dies ist übrigens legal! Das werden wir nämlich manchmal gefragt. Hintergrund ist, dass man in vielen Ländern ein Ausreise,- bzw. Weiterreiseticket vorlegen muss, um nachzuweisen das man dieses Land auch wieder verlässt. Man wird in 90% der Fälle schon beim einchecken im Abreiseland gefragt. Ohne Ticket kein einchecken. Für uns ist es natürlich schwierig im Vorfeld ein Ausreiseticket zu buchen ohne zu wissen wo und wann es als nächstes hin geht. Glücklicherweise gibt es dafür eine Internetseite die sich darum kümmert. Für 12€ bekommt man ein völlig legales Flugticket in ein beliebiges Land dieser Welt, welches nach 24 Stunden automatisch wieder storniert wird. Ohne dieses System hätten wir wohl schon des öfteren blöd aus der Wäsche geguckt.

Janosch hat wohl recht wenn er sagt „Oh wie schön ist Panama“ auch wenn der kleine Bär und der kleine Hase ja eigentlich nie dort waren.

Nun ist es Zeit das Land zu verlassen. Zeit den Kontinent zu verlassen.

Vier Monate Mittelamerika liegen hinter uns und wir sind glücklich diesen Kontinent bereist zu haben. Die letzten Tage sitzen wir oft irgendwo und sagen uns wie schnell doch Die Zeit vergeht. Dann erinnern wir uns aber sofort an unseren ersten Reisetag, als wir in Mexiko aus dem Flieger gestiegen sind und merken das es doch schon lange her ist. Nun sind wir etwas aufgeregt und freuen uns riesig auf einen neuen Kontinent. Zuerst geht es in die einst gefährlichste Stadt der Welt.

Von da dann wie immer bald mehr. Saludos.

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