Arequipa, Geburtstag und Krankenhaus

Um uns langsam an die Höhe zu gewöhnen sind wir nach Arequipa gefahren. Arequipa liegt auf 2400m und ist umgeben von 6000m hohen Vulkanen. Die Stadt wird aufgrund ihrer Gebäude aus hellem Vulkanstein auch “ Die weiße Stadt“ genannt. Eine andere Theorie besagt, der Name komme daher, dass die hellhäutigen Spanier den Einheimischen verboten haben im Stadtkern zu leben und er somit “ weiß“ blieb.

„Die weiße Stadt“ Arequipa

Die Anfahrt aus Ica hat zehn Stunden gedauert. Aber erstens im Nachtbus und zweitens haben wir uns einen Cama Sitz gebucht. Bedeutet also ,man kann den Sitz im Bus bis auf 160° zurückklappen. Echt entspannt. Als wir angekommen sind habe ich mich schon etwas unwohl gefühlt. So als ob ich eine Erkältung in den Knochen hätte. Wir haben uns hier in einem Hostel etwas außerhalb einquartiert. Oliv, die nette Taiwanesin die wir in Guatemala in unserer Homestay Familie kennen gelernt haben ist nämlich auch hier und arbeitet sogar in dem Hostel. Wir haben uns mit ihr getroffen. Auch hier haben wir haben erstmal natürlich wieder zu Fuß die Stadt erkundet.

 

 

 

 

Eine wirklich richtig schöne Stadt die uns auf anhieb sehr gut gefällt. Vielleicht weil sie uns total an Antigua erinnert. Allerdings habe ich mich irgendwie auch immer schlechter gefühlt und dachte schon, dass ich an Sarah’s Geburtstag erkältet sein werde. Den wollten wir nämlich reinfeiern.

Morgens ging es mir noch gut und wir sind durch die Stadt geschlendert, waren auf dem Markt und haben uns Abends in eine Bar gesetzt um in Sarah’s Geburtstag zu feiern. Irgendwie kam keine Stimmung auf, mir ging es immer schlechter und auch Sarah war total müde. Jetzt hieß der Plan: Noch in den Supermarkt, ein paar Bierchen holen und im Hostel noch gemütlich zusammen sitzen. Um 23Uhr sind wir alle ins Bett gegangen. Eine beschissene Nacht. Aus meiner befürchteten Erkältung, wurde Fieber, Schüttelfrost und Bauchkrämpfe.

Happy Birthday Sarah, was ein toller Geburtstag.
Eigentlich wollten wir heute durch die Stadt ziehen, immer wieder kleine Leckereien zu uns nehmen und das ein oder andere Bier trinken. Es ging nicht. Ich hatte einfach das Bedürfnis im Bett zu liegen. Sarah hat zum Glück was mit Oliv unternommen und einen Geburtstagskuchen vom Hostel bekommen.

 

Mir ging es leider immer schlechter und Sarah wollte mich schon zum Arzt bringen. Natürlich wollte ich nicht, ist morgen bestimmt wieder weg. Ähmmm, nein. Die nächste Nacht war ein Alptraum. Alle Symptome sind nochmal stärker geworden und die Schmerzen waren kaum auszuhalten. Am nächsten morgen hat Sarah einen Arzt gerufen. Er hat mir natürlich empfohlen mit in die Klinik zu kommen um Blut etc. zu testen. Aus einer Nacht sind dann drei Nächte im Krankenhaus geworden. Die waren auch wirklich nicht spaßig. Letztendlich kam heraus, dass ich einen Parasiten in mir habe. In Peru passiert das wohl sogar relativ häufig und somit wussten die Ärzte genau was zu tun ist. Immerhin hatte ich Candy, Maja und Susanna, drei Krankenschwestern für mich allein.

Sarah hat dann zwischendurch mal allein die Stadt erkundet. Hier spüren wir wieder die Herzlichkeit der Südamerikaner. Die Besitzer unseres Hostels zum Beispiel. Linda war so unglaublich nett zu Sarah und hat geholfen wo sie nur konnte. Sie hat täglich angeboten Sarah ins Krankenhaus zu fahren, hat sich un den Arzt gekümmert und sogar unsere schon gebuchten Bustickets nach Cusco umgetauscht. Einfach so, weil sie verdammt nett und herzlich ist. Gleiches gilt für die Krankenschwestern, die Sarah gleich umarmt, mit Küsschen begrüßt und täglich aufgemuntert haben. Als ich entlassen wurde kam Candy sogar nochmal zum Tschüss sagen und Selfies machen, obwohl sie schon lange Feierabend hatte. Das alles wäre in der Heimat wohl kaum denkbar.

Die restlichen Tage haben wir es dann sehr ruhig angehen lassen. Die Medikamente waren sehr stark und ein kurzer Gang zum Supermarkt lies mich glauben, ich sei einen Marathon gelaufen. Also alles gaaaaanz entspannt.

Ein paar Tage später haben wir dann unser verschobenes Busticket eingelöst und sind weiter gefahren. Nach Cusco. Mitten in den Anden auf 3400m Höhe. Von da aus dann bald mehr. Saludos.

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