Horrorflug und Wüstenoase

Nachdem wir uns in Iquitos eine Nacht vom schaukelnden Schiff erholt haben, ging es zum Flughafen. Ziel war die Hauptstadt Lima. Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass ich echt nicht gerne fliege und das ist echt kein gerede. Ich meine sogar es wird von Flug zu Flug schlimmer. Ich achte sogar vor dem Flug darauf, dass es immer ein „richtiges“ Flugzeug ist, bevor wir buchen. Mit richtiges Flugzeug meine ich z.B. einen Airbus A320 oder so und keine kleine Propellermaschine. Zum Glück war diese Maschine ein Airbus A319. Dass das egal ist habe ich ca. 15 Minuten nach dem Start festgestellt. Der Pilot sagte durch das man während des gesamten Fluges sitzen und angeschnallt bleiben solle, da wir starke Turbolenzen bekommen werden. Super. Find ich Klasse. Die Stewardess hat sogar auf den Rollwagenverkauf verzichtet. Das heißt immer was denke ich mir immer. Also wenn die Stewardessen sitzen bleiben und sich anschnallen, kann es irgendwie nix gutes heißen. So war es auch. Die Karre fing an zu rappeln. Das ist für mich nicht angenehm, aber so ist es nunmal und ich kann mich irgendwie damit abfinden. Das Rappeln wurde allerdings immer stärker. Von links nach rechts und in ein Loch. Wir sind gefühlt 1000m tief gefallen. Ein Flug über die Anden sind kein Zuckerschlecken.

Irgendwie war ich gerade total stolz, dass ich immer darauf achte nicht mit einer Propellermaschine zu fliegen. Das Ding hätte das bestimmt nicht geschafft. Das ganze ging fast eine Stunde so. Mal mehr und mal weniger stark. Beim Höhepunkt hat es einen nicht angeschnallten Mann aus seinem Sitz in den Gang geworfen. Irgendwie selber Schuld, aber auch blöd. Das ganze wurde dann noch getoppt indem wir erst ca. zehn Meter vor der Landung aus der Nebelwand geflogen und auf die Landebahn aufgedonnert sind. Immerhin war es die Landebahn. Einfach ein Horrorflug. Ich überlege einen Schwimmkurs zu belegen und die künftigen Ziele anzuschwimmen

Auf jeden Fall sind wir tatsächlich doch noch lebend in Lima angekommen. Ab in ein Taxi und zum Busterminal fahren lassen. Von dort aus ging es dann nach Ica ca. drei Busstunden entfernt. Die Fahrt war echt schön, es geht nämlich entlang der Pazifikküste und wunderschöner Wüstenlandschaft. Außerdem saßen wir im oberen Deck ganz vorne. Panorama pur, auch wenn einem manchmal das Herz stehen bleibt bei waghalsigen Überholmanövern. Wir glauben südamerikanische Busfahrer haben nur ein Gaspedal. Nach drei Stunden sind wir dann in Ica angekommen. Der Ort ist nicht wirklich schön. Das Hostel dafür umso mehr. Den Rest des Tages erholten wir uns von der Reise und vor allem von dem Horrorflug.

Wir haben den Zwischenstop hier gemacht, weil es nur fünf Autominuten entfernt eine Wüstenoase gibt. In dem Ort Hucachina. Dort haben wir uns am nächsten Tag natürlich hinfahren lassen und staunten nicht schlecht.

Sieht echt beeindruckend aus. Sieht aus wie im Film. Vorallem oben von den Dünen sieht es echt super aus, auch wenn der Weg nach oben wirklich anstrengend ist. Runter macht umso mehr Spaß. Auch wenn man danach ungefähr vier Kilogramm Sand in den Schuhen hat.

 

Man kann hier auch noch eine Tour mit dem Buggy buchen. Dann pest man mit Vollspeed über die Dünen. Man kann sich auch beim Sandboarding probieren. Wir habe auf all die Dinge verzichtet, da wir leider beide etwas Rückenschmerzen hatten und uns ein wenig schonen wollten. Ich meine wenn man alle paar Tage einen Rucksack auf hat, ist der Rücken schon wichtig.

Am nächsten Tag haben wir ein paar Sachen erledigt wie Blogbeiträge fertig machen, Fotos sortieren und haben ein bischen entspannt. Abends sind wir dann mit dem Nachtbus ins wunderschöne Arequipa gefahren.

Dieser Ort meinte es nicht so gut mit uns. Dazu dann bald mehr. Saludos

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