Santiago de Chile

Das Chile eins mit am weitesten entwickelte Land in Südamerika ist haben wir vorher gelesen und gehört. Das es so krass ist, hätten wir nicht erwartet. Am Flughafen angekommen sind wir mit einem Sammeltaxi Richtung Innenstadt unterwegs. Der Preis war mit umgerechnet ca. 20€ schon mal nicht Südamerikatypisch. Hier gibt es richtige Autobahnen. Ich meine wirklich richtige Autobahnen, wie in Deutschland. Richtige Häuser und Wohnkomplexe. Am Zebrastreifen halten Autos an um einen über die Straße gehen zu lassen und man hört hier weder Alarmanlagen noch Autogehupe. An das alles war in den letzten Monaten nicht zu denken und wir sind etwas überfordert mit diesen Situationen. Irgendwie komisch, obwohl es ja normalerweise vertraute und gewohnte Situationen sind.

Ausblick aus unserer schönen Airbnb Wohnung

Wir haben uns in der Innenstadt eine schöne Airbnb gebucht, um einfach mal ein bischen zu entspannen und den Reisestress runterzufahren. Noch nach der Ankunft machten wir uns auf in den Supermarkt um uns für die Tage mit Lebensmitteln einzudecken. Hier gibt es wirklich fast alles was man auch in einem deutschen Supermarkt kaufen kann. Allerdings hat das alles seinen Preis. Chile ist nämlich generell nicht wirklich günstig was die Lebenshaltungskosten angeht. Vollgepackt mit Leckereien sind wir zurück in unsere Wohnung. Wir können es immernoch nicht ganz glauben, was es hier in Chile für einen „Luxus“ gibt. Als ich auf der Toilette war und die Spülung betätigt habe, hat diese ganz normal funktioniert. Es kam weder viel zu wenig Wasser noch viel zu viel. Die Toilette verstopft nicht und alles was runtergespült werden sollte wurde runtergespült. Das ist wirklich erwähnenswert. Glaubt mir, in knapp sechs Monaten Mittel,- und Südamerika ist das alles nicht normal. Toiletten sind in jedem Land ein neues spannendes Abenteuer. Noch viel besser war der Wasserdruck in der Dusche. Als Sarah unter der Dusche stand machte sie Freudensprünge und das nur weil die Dusche richtigen Wasserdruck hatte. Ich kann das nur bestätigen. Der Druck war so stark das es fast weh getan hat. Für Sarah mit langen Haaren allerdings eine Wohltat. Ich kann mir vorstellen wie lästig es ist, sich mit sieben Tropfen Wasser pro Sekunde die Haare zu waschen. So war es nämlich fast immer die letzten Monate. Ja es sind schon verrückte Dinge die man auf so einer Reise zu schätzen lernt.

Die Tage hier in Santiago haben wir damit verbracht uns auszuruhen, zu kochen und Netflix zu gucken. Natürlich haben wir auch die Stadt erkundet und ein paar Sachen erledigt. Wir waren zum Beispiel shoppen. Neue Unterwäsche musste her. Es werden nämlich nach jedem Waschen weniger Unterbuxen. Entweder frisst sie die Waschmaschine…Oder…Ach ich will es gar nicht wissen

Ach wir haben noch unsere Rücksäcke verschönert. Ehrlich gesagt hat Sarah unsere Rucksäcke verschönert. Ich habe nähen zwar mal bei der Bundeswehr gelernt, war aber scheinbar des öfteren Kreide holen. Ich bin einfach zu blöd dazu. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen. Die Idee ist natürlich, wie man bestimmt erkennt, aus jedem Land einen Aufnäher aufzunähen.

So vergingen auch schon die fünf Tage in Santiago. Die Stadt war jetzt nicht die schönste wie wir finden, trotzdem hat sie ihren Zweck erfüllt. Unsere Akkus sind aufgeladen. Die brauchen wir nämlich, da wir den Kontinent verlassen und uns in ein neues Abenteuer stürzen.

Es geht nach Australien.

Wir werden uns im Dauercampen versuchen. Nur müssen wir erst mit dem Uhrzeitenwirrwarr klarkommen, nachdem wir insgesamt 17 Stunden fliegen. Übrigens immernoch meine Lieblingsbeschäftigung…Nicht. Wenn wir nämlich in Santiago de Chile um 0 Uhr losfliegen, sind es in Deutschland wie gehabt 6 Uhr morgens. In unserem Zielort ist es dann allerdings 14 Uhr Mittags am nächsten Tag. Heißt also: Wir reisen von sechs Stunden hinter Deutschland nach acht Stunden vor Deutschland und haben also einen Zeitunterschied von 14 Stunden. Bei unserer Zwischenlandung in Neuseeland sind es nochmal 2 Stunden Verschiebung. Kompliziert oder? Finden wir auch und denken einfach nicht drüber nach. Jedenfalls überfliegen wir die internationale Datumsgrenze und streichen somit einen ganzen Tag. Freitag den 31.Mai hat es für uns nicht gegeben.

Das müssen wir jetzt erstmal sacken lassen. Achso während ich diesen Beitrag schreibe sitzen wir bereits im Flugzeug und haben die Hälfte des ersten Fluges geschafft. Jetzt müssen wir dann insgesamt noch circa zehn Stunden fliegen.

Bald dann mehr von einem neuen Kontinent. Bis denne

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