Der Roadtrip beginnt – Die Great Ocean Road

Montag morgen. Während wir jetzt normalerweise zur Arbeit fahren, beginnen wir unseren Roadtrip durch Australien. Als erstes geht es nach Geelong bzw. Torquay. Dort beginnt die berühmte Great Ocean Road. Man hört ja immer sie soll eine der schönsten Küstenstraßen der Welt sein. Wir können gleich sagen: Das stimmt!! Sie erinnert uns sehr an die traumhaften Küstenstraßen in Südafrika, dennoch ist sie so anders. Die Great Ocean Road ist ganz im Süden Australiens. Aktuell ist hier Winter. Der geht in Australien von Juni bis August und hier im Süden ist es ganz schön frisch.

Nachdem wir in Torquay angekommen sind waren wir erstmal bei Aldi und haben uns mit Lebensmitteln eingedeckt und sind zu unserem ersten kostenlosen Campingplatz gefahren. Als wir ankamen wurden wir von zwei Kängurus begrüßt. Sie störten sich übrigens überhaupt nicht an uns und blieben den ganzen Abend dort.

In Australien gibt es wahnsinnig viele kostenlose Campingplätze. Sie sind zwar manchmal ein paar Kilometer abgelegen, sind aber extrem sauber und Toiletten gibt es meistens auch. Apropos Sauberkeit in Australien. Hier ist irgendwie alles total sauber und gepflegt. Man sieht weder Müll irgendwo rumliegen noch ist irgendwas beschmiert oder mutwillig versaut. Okay das ist im Gegensatz zu unseren bisherigen besuchten Orten in Mittel,- und Südamerika nicht sonderlich schwer, aber es ist auch absolut kein Vergleich zu Europa bzw. Deutschland. Jedenfalls haben wir uns den Campingplatz nur mit den Kängurus und einem weiteren Auto geteilt. Anschließend gab es noch unsere erste Campermahlzeit…Steak, Salat und Maiskolben. Da sagt mal jemand Camperleben schmeckt nicht.

Am nächsten morgen nach dem Frühstück mit einem echt genialen Sonnenaufgang ging es dann auf die Straße. Erster Halt auf der Great Ocean Road ist der Bells Beach. Ein schöner kilometerlanger Strand und wohl ein weltweiter Hotspot für Surfer. Davon gab es an dem Morgen eine Menge. Kann man verstehen bei den gigantischen Wellen.

Danach kommt der Leuchtturm Aireys Inlet. Von hier aus hat man eine gigantische Aussicht auf das Wasser. Ein paar Kilometer weiter an ist man bei Teddys Lookout. Diese Aussicht auf das Wasser und die geniale Küstenstraße hat uns verdammt gut gefallen.

Auf dem Rückweg zum Auto schwirrten noch ein paar Kakadus um uns herum. Die gibt es übrigens im ganzen Land zur Genüge. Inzwischen ist schon Nachmittag. Sarah sucht den nächsten kostenlosen Campingplatz raus. Wir wollen noch im hellen ankommen, da wir uns ja noch was zu essen kochen müssen. Kostenlose Campingplätze sind nämlich nicht beleuchtet und hier ist es stockdunkel. Unser Zelt auf der Ladefläche hält erstaunlicherweise verdammt warm. Obwohl wir in der Nacht eine Außentemperatur von 7° Grad haben, ist es im Bett total warm. Aufstehen macht dann etwas weniger Spaß. Man möchte das warme Bett nicht verlassen. In dieser Nacht hat es angefangen zu regnen und der Himmel sah nicht so aus als würde es jemals wieder aufhören. Trotzdem sind wir weiter gefahren. Das nächste Highlight auf der Great Ocean Road war nicht weit entfernt. Der Ort Apollo Bay. Als der Regen man kurz Pause machte und der Himmel aufklart, hielten wir sofort an und frühstückten direkt am Wasser.

Allerdings fing es dann wieder an und es regnete und regnete. Da es auch unter unserem Außenzelt auf der Ladefläche ein bischen nass wurde, haben wir uns entschieden hier zu bleiben und erst morgen weiter zu fahren. Der Wetterbericht sagt ab morgen wieder Sonnenschein voraus. Der Ort hier hat einen relativ bekannten Pub mit gutem Essen und gutem Bier. Das wollten wir testen und verbrachten den Tag hier.

Am nächsten Morgen wie versprochen Sonnenschein. Keine Wolke zu sehen. Perfekt um weiter zu fahren. Weiter geht es auf der Straße Richtung Westen. Nach ca. 40 Minuten erreichen wir wohl das bekannteste Highlight und das Wahrzeichen der Great Ocean Road. Die 12 Apostel. Die 12 Apostel sind 12 Felsen die vor der Küste aus dem Wasser ragen. Naja eigentlich müssten sie die 8 Apostel heißen. 4 von ihnen sind nämlich inzwischen eingestürzt und es waren mal 12. Die verbleibenden 8 wird es wohl auch nicht für immer geben. Das Meer und vorallem das Salz wird sie fressen.

Jedenfalls ist der Anblick wahnsinnig schön. Auch wenn es hier verdammt windig ist. Genauso ist es auch mit den nächsten Sehenswürdigkeit Loch Ard, The Arche und der London Bridge auf unserem Weg aus. Alles wird mir der Zeit verschwinden. Noch sieht alles so verdammt schön aus. Loch Ard ist eine enge Felsenbucht. Ungefähr 20 Meter sind die Felsen hoch und sieht echt gruselig aus wenn die Wellen dort reinbrechen.

The Arch ist ein riesiger Torbogen welcher einfach durch die Natur und Errosion entstanden ist. Allerdings ist die London Bridge noch ein wenig imposanter. Der Name deswegen, weil er mal wie die London Bridge in London aussah. Leider ist auch hier mit den Jahren ein Bogen vom Meer gefressen worden. Sieht trotzdem Mega aus.

Kurz vor Ende der Great Ocean Road machten wir noch halt bei Cheeseworld. Das ist eine große Fabrik wo wie der Name schon sagt Käse hergestellt wird. Mit einem einem kleinen Museum und einem Shop indem man eine riesen Auswahl an Käse hat.

Anschließend ging es noch nach Warrnambool. Dort ist das Ende der Great Ocean Road und die Ecke eignet sich wohl hervorragend zum Whale Watching. Wir hatten hier allerdings kein Glück. Hier haben wir auch wieder auf einem echt schönen kostenlosen Campingplatz geschlafen und sind am nächsten morgen früh los. Eine längere Fahrt stand an. Es ging ca. 600km Richtung Norden. Die Fahrt ging nach Hanhnorf 30 Kilometer östlich von Adelaide.

Hahndorf ist ein kleiner Ort und ist quasi komplett Deutsch. Es ist einer der ersten Orte indem sich Deutsche in Australien niedergelassen haben. Das wollten wir uns ansehen. Erstmal checkten wir auf unserem Campingplatz ein.

Der erste bezahlte. Muss aber auch mal sein. Nach drei Tagen brauchen wir eine Dusche und die Preise für Campingplätze in Australien sind wirklich fair. Auch wenn dieser mit 24€ teurer war als alle die noch kommen werden. Vielleicht lag es auch an der günstigen Lage. Abends sind wir nämlich in 10 Gehminuten im Ort. Wir trauten unseren Augen nicht. Überall hängen Deutschlandfahnen. Ein deutsches Geschäft neben dem anderen. Ein deutscher Metzger, mehrere deutsche Bäckereien und ohne Ende Souvenirshops. Unsere Highlights waren der Birkenstock Shop und ein Souvenirladen mit laut dröhnender deutscher Volksmusik.

Wir freuten uns allerdings auf das Essen in einem der drei riesigen deutschen Brauhäuser. Wir bestellten uns jeder eine Maß Bier, ich mir einen Jägerbraten und Sarah Bratwurst. Fazit: Bier lecker, Essen nicht so.

Am zweiten Tag haben wir die wenigen Sonnenstrahlen genossen und haben nochmal Wäsche gewaschen, bevor es in das weite australische Outback ging.

Dazu dann bald mehr. Grüße aus Australien

5 Kommentare zu „Der Roadtrip beginnt – Die Great Ocean Road

Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: