Golf von Thailand – Urlaub vom Urlaub

Ja die Überschrift klingt ein bischen komisch, aber wir machen jetzt einfach mal zwei Wochen Urlaub. Ich weiß gerade nicht genau ob wir das schon mal geschrieben haben, aber reisen ist manchmal anstrengend. Es ist nämlich bei weitem nicht immer so wie viele denken.

„Ach die beiden haben es gut. Reisen nur durch die Gegend, liegen am Strand und müssen sich um nichts Gedanken machen.“

Solche Sprüche darf man sich nämlich schon mal anhören. Allerdings ist es ganz und gar nicht so. Ein unbekanntes Land zu bereisen benötigt teilweise viele Vorbereitungen. Schließlich machen wir keinen Pauschalurlaub, sprich wir steigen nicht in den Flieger, steigen aus, halten Ausschau nach unserer Reisegesellschaft welche mit einem Schild am Flughafen steht und uns dann in eine sichere Hotelanlage fährt. Nein, wir planen und organisieren das alles selbst. Wir lesen uns ein. Über die aktuelle Sicherheitslage im Land, über Bräuche und Gewohnheiten im Land, über Transportmöglichkeiten, wir müssen ständig neue Hotels suchen und buchen, Ausflüge organisieren, von A nach B reisen und und und. Das soll nicht heißen, daas wir gegen Pauschalreisen sind. Wir können uns immernoch vorstellen mal ein paar Tage pauschal zu verreisen und zu relaxen. Aber kommen wir zurück zum eigentlichen Thema !!

Bevor wir Urlaub machen, müssen wir noch von Bangkok nach Koh Samui kommen. Klar ist es am einfachsten zu fliegen. In einer Stunde wären wir auf Samui. Das Problem ist, dass der Flughafen auf der Insel Eigentum der Bangkok Airways ist. Sprich diese Fluggesellschaft hat ein Monopol und die Flugptickets haben dementsprechend ihren Preis. An diesem Tag hätte es für uns beide schlappe 380€ gekostet. Das wollen und werden wir natürlich nicht ausgeben. So buchen wir uns über „12goasia“ ein Zugticket von Bangkok nach Surat Thani .Anschließend geht es mit der Fähre weiter auf die Insel. Das ganze kostet nur knapp 90€ für uns beide. Dauert allerdings auch insgesamt 16 Stunden, aber wir haben ja Zeit. Um Punkt 18 Uhr fährt der Zug los. Sehr ungewöhnlich für Asien.

Schlafzug Bangkok – Surat Thani

Jetzt heißt es 12 Stunden Zugfahren, glücklicherweise in einem Schlafzug. Gegen 20 Uhr kommt ein Mitarbeiter vorbei und baut alle Sitze zu Betten um. Man bekommt Decke und Kissen und zieht am besten noch etwas drüber. Thais lieben Klimaanlagen und ballern sie gefühlt immer mindestens auf -12°.

Zum Zugticket gibt es sogar noch eine Simkarte mit 24 Stunden unbegrenztem Datenvolumen. Netter Service. Wir bekommen sogar ein paar Stunden Schlaf. Liegt wahrscheinlich daran, dass der Zug mit ca. 40km/h über die Schienen tuckert und man so wie ein Baby in den Schlaf geschaukelt wird. Man muss nur aufpassen das man nicht verschläft, denn hier weckt einen keiner und Durchsagen gibt es auch keine. Morgens gegen halb sieben in Surat Thani angekommen, gibt es noch ein schnelles Frühstück bevor der Bus uns zum Pier fährt. Dort wartet auch schon der Highspeed Katamaran und in 1,5 Stunden ist man auf Koh Samui.

Da sind wir wieder – Koh Samui. Hierhin ging damals unsere erste Fernreise. Wir bringen schnell die Backpacks ins Hotel, machen uns kurz frisch und machen uns gleich auf die Suche nach dem Hotel von Sarah’s Eltern. Wir erzählen dem Personal, dass wir seit mehreren Monaten auf Weltreise sind und die beiden nun heute Abend gerne überraschen würden. Die Mitarbeiterin ist total begeistert und versichert uns ihre Unterstützung. Der Flieger landet gegen 21 Uhr am Flughafen Samui, so stehen wir um 22 Uhr erneut in der Lobby des Hotels.Die Mitarbeiterin freut sich wie ein kleines Kind und bringt uns zum Bungalow der beiden. Wir sollen uns im Badezimmer verstecken und dort warten. Kurz danach geht auch schon die Tür auf und Sarah’s Eltern sind im Zimmer. Schon ein seltsames Gefühl plötzlich gewohnte Stimmen zu hören. Die Stimmen kommen immer näher. „Und hier ist noch das Badezimmer“. Die Schiebetüre geht auf . Überraschung geglückt. Das müssen wir erstmal mit einem leckeren Chang in der Poolbar feiern.

Samui Paradise Chaweng Beach

Anschließend besuchen wir noch in die Bar um die Ecke. Wir hatten alle eine lange Anreise und fallen nur noch Platt ins Bett.

Am nächsten Morgen geht es mit der Fähre rüber auf die Nachbarinsel Koh Phangan.

Unser kleines, aber feines Bungalow

Hier haben wir uns auch für eine Woche einen gemütlichen Bungalow mit Hängematte gebucht und mieten sofort zwei Roller, um die Insel damit zu erkunden. Wie üblich wenn wir Besuch bekommen, bündelt sich eine Erkältung an. Am ersten Tag habe ich mich zwar noch aufraffen können, danach lag ich allerdings flach. Sarah hat allerdings auch alleine einen super Tourguide abgegeben.

Leela Beach – Koh Phangan

Ich denke viel mehr kann man auf der Insel nicht sehen. Wir bzw. die drei haben so gut wie jeden Strand, jeden Viewpoint und auch einige Tempel abgeklappert.

Apichada view point bar – Koh Phangan

Nach zwei Tagen bin ich zum Glück auch wieder fit. Natürlich besuchen wir auch einen Abend den berühmten Haad Rin Strand. Hier findet einmal im Monat die Fullmoonparty statt. Wir sind allerdings ein paar Tage vor der Party da. Viel los ist dort trotzdem und wenn man Abends mal was trinken will, ist man hier definitiv gut aufgehoben.

Ein bisschen Spaß muss sein:)

Nach einer Woche mit viel Sightseeing, fahren wir mit der Fähre zurück nach Samui. Hier liegt unser Hostel fast direkt neben dem Hotel von Sarah’s Eltern. Hier faulenzen wir auch eigentlich jeden Vormittag, denn das Hotel liegt direkt am Ende des wunderschönen Chaweng Beach.  Unser Hostel hatte natürlich keinen eigenen Strandzugang.

Chaweng Beach

Sarah’s Mutter hat von einem Bekannten einen Essenstipp bekommen. Auf der Insel gibt es einen Deutschen und für 290 Baht (ca.8€) p.P. veranstaltet er jeden Sonntag ein „All you can eat Grillbuffet“. Jetzt ratet mal wer Sonntag um Punkt 17 Uhr dort auf der Matte steht. Richtig,Wir. Nach acht Monaten mal eine willkommene Abwechslung, besonders die Beilagen. Es gibt Kartoffelsalat, Nudelsalat und Frikadellen. Allerdings liegt das Essen wirklich schwer im Magen. Die gute, deutsche aber auch schwere Küche sind wir wohl nicht mehr gewohnt.

Am vorletzten Tag machen wir noch eine Tour um die Insel. Dieser Tipp kam auch von Sarah’s Mutter bzw. ihrer Thailand Facebookgruppe. Wir haben vor drei Jahren hier auf Samui schon mal so eine Tour gemacht. Inzwischen halten wir da überhaupt nichts mehr von und machen solche Touren eigentlich nicht mehr.

1. Sie sind meistens völlig überteuert.

2.Ist man auf eigene Faust unterwegs, ist man deutlich flexibler.

3.Der wichtigste Grund, meistens hat man mindestens einen blöden Übertouristen dabei, der nervige Fragen stellt oder alles besser weiß.

Sarah’s Eltern zu liebe lassen wir uns darauf ein und werden sogar eingeladen, da kann man ja nichts falsch machen. Wir sind wirklich positiv überrascht. Die Tour war echt super und wir haben nette Leute kennen gelernt. Eine nette Familie aus Österreich und ein nettes Pärchen aus Solingen. Zu Beginn der Tour ist allerdings der Wurm drin. Wir warten zwei Stunden vor dem Hotel bis wir abgeholt werden, anscheinend gibt es diesen Hotelnamen wohl in mehreren Orten auf der Insel. Als es endlich los geht, kommen wir keine zehn Minuten später in eine Polizeikontrolle. Wir wissen nicht genau was los ist, aber wir warten ca. eine Stunde auf unseren Fahrer. Wir sind tatsächlich kurz davor abzubrechen um uns für den nächsten Tag eine andere Tour zu organisieren. Plötzlich geht es dann doch weiter. Das Warten hat sich wenigstens gelohnt.

Yao Mae Kuan Im Statur

Wir besuchen einige Tempelanlagen, Wasserfälle, Aussichtspunkte, ach eigentlich alle Sehenswürdigkeiten auf der Insel.

Big Buddha – Koh Samui

 

Yao Mae Kuan Im Statur

Nach einem schönen Abendessen mit Sonnenuntergang am Strand, lassen wir uns zur Rock Bar fahren. Hier waren wir vor ein paar Stunden schon mal auf ein kaltes Bier. Der Veranstalter hat angeboten, uns nach der Tour hier wieder abzusetzen und uns am späten Abend gegen 0Uhr zurück ins Hotel zu bringen.Quasi als Wiedergutmachung für den verpatzten Start. Es ist ein lustiger, feuchtfröhlicher Abend mit feinen Reggea Beats.

Der darauffolgende Tag ist auch leider schon der Letzte für Sarah’s Eltern. Diesen Tag relaxen wir nochmal am Strand, treffen uns noch mal mit dem netten Pärchen Gaby und Michael aus Solingen und Abends genießen wir nochmal das köstliche Essen. Sarah’s Eltern sind übrigens auch ab sofort in die Thai Küche verliebt.

Nach dem Abendessen heißt es dann Abschied nehmen. Wieder mal. Wieder mal kommt Besuch, die Zeit verfliegt und wieder mal stehen wir alleine hier, auf uns alleine gestellt. Okay inzwischen sind wir in Übung. Ein komisches Gefühl ist es trotzdem irgendwie.

Für uns geht die Reise weiter auf die andere Seite des Landes, an den Indischen Ozean.

Von dort aus dann bald mehr. Grüße aus T Hailand

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